Warum fühlen sich japanische Sonnenschutzmittel unsichtbar an?
Eine offensichtliche Veränderung in den letzten Jahren ist, dass sich die Art und Weise, wie Verbraucher Sonnenschutzmittel bewerten, verändert hat.
Vor zehn Jahren ging es allen mehr um direkte Fragen, wie zum Beispiel darum, ob der Lichtschutzfaktor hoch genug ist, ob der Sonnenschutz schwarz ist und ob er am Strand verwendet werden darf. Aber jetzt ist das Bewertungssystem offensichtlich aktiver und anspruchsvoller geworden: ob es jeden Tag verwendet werden kann, ob es Schlamm abreibt, ob es fettig ist, ob es in den Augen raucht und ob es die Gehorsamkeit des Grund-Make-ups beeinträchtigt.
Mit anderen Worten: Sonnenschutz ist kein funktionaler Schritt mehr, sondern wird als Teil davon in das tägliche Hautpflege-Erlebnissystem integriert.
Daraus ergab sich eine sehr interessante Schlussfolgerung:
Für die meisten Verbraucher ist der beste Sonnenschutz nicht mehr der mit dem höchsten Lichtschutzfaktor, sondern wird nach dem Auftragen selbstverständlich befolgt.
Aufgrund dieses Standards wird japanischer Sonnenschutz auf dem internationalen Markt auch häufig beschrieben als:
Unsichtbar, schwerelos, zweite Haut, kaum da.
Der gemeinsame Nenner dieser Worte ist nicht Schutz, sondern nahezu null Existenzgefühl.
Dann kommt das Problem:
Warum kann japanischer Sonnenschutz dieses Gefühl der Unsichtbarkeit erreichen?
I. Die Aufspaltung der Logik des Sonnenschutzes: nicht „Sonnenschutz“ machen, sondern „Hautgefühl“ machen
Wenn man einfach die Logik der weltweiten Entwicklung von Sonnenschutzmitteln vergleicht, wird man feststellen, dass die beiden Wege tatsächlich sehr unterschiedlich sind.
Die europäischen und amerikanischen Systeme tendieren eher dazu, „Schutz zuerst“ zu wählen, und das Hauptziel sind Umgebungen mit starkem Licht im Freien, wie z. B. Strände, Langzeitbelichtung und extreme wasserbeständige Bedingungen. Daher dreht sich das Formeldesign oft um die Stabilität des Lichtschutzfaktors, die Wasserbeständigkeit und die Filmbildungsstärke.
Das Schlüsselwort des japanischen Systems liegt eher bei „Daily Wear“, also der Bedeutung von täglichem Tragen.
Die Logik dahinter ist eigentlich sehr direkt:
Wenn Verbraucher nicht bereit sind, es jeden Tag zu verwenden, hat es keinen Sinn, egal wie hoch der Lichtschutzfaktor ist.
Daher wird das F&E-Ziel zu einer sehr abstrakten, aber sehr kritischen Richtung:
Lassen Sie Sonnenschutzmittel „verschwinden“.
Es geht nicht darum, den Schutz zu verringern, sondern darum, die Wahrnehmung zu verringern.
Dieses Konzept hat die Priorität der Formulierungstechnik verändert:
Von der UV-Schutzeffizienz bis zur Optimierung des Hautwahrnehmungspfads.
II. Das schwere Gefühl wird eigentlich nicht durch den UV-Filter verursacht
Viele Verbraucher denken unbewusst, dass der starke Sonnenschutz daran liegt, dass zu viele Sonnenschutzmittel vorhanden sind oder die chemische Zusammensetzung irritierend ist.
Aus formeltechnischer Sicht ist dieses Urteil jedoch nicht zutreffend.
Es sind oft die vier Systeme, die das Gewicht der somatosensorischen Wahrnehmung bestimmen:
· Emulsionsstruktur
· Fettsystem
·Filmbildendes System
· Zustand der Pulverdispersion
Der UV-Filter selbst ist nur der Kern der Funktion, die somatosensorische Quelle kommt jedoch eher vom Trägersystem.
Um ein sehr typisches Beispiel zu nennen: Die gleichen SPF50+-Produkte werden teilweise wie Wasser weggedrückt, andere kleben wie ein Film auf dem Gesicht. Dieser Unterschied wird oft nicht durch den Sonnenschutz bestimmt, sondern durch das Systemdesign.
Insbesondere im Ölphasensystem variiert die Spreitfähigkeit verschiedener Öle und Fette stark. Beispielsweise kann, wie bei einigen leichten Esterfettsystemen mit einer hohen Verteilungsstruktur, das Widerstandsgefühl deutlich reduziert werden.
Unter ihnen werden lichtempfindliche Esteröle wie C12-15-Alkylbenzoat häufig in vielen japanischen Sonnenschutzmitteln verwendet. Der wesentliche Grund liegt darin, dass es sich schnell verteilt, einen schwachen Fettfilm aufweist und die Belastung der Hautoberfläche nicht wesentlich erhöht.
III.Warum ist japanisches Sonnenschutzmittel natürlich und fettet nicht, wenn es weggeschoben wird?
Ein ganz zentraler Erfahrungspunkt ist: Japanischer Sonnenschutz wirkt fast immer augenblicklich.
Das Wesentliche hinter dieser Erfahrung ist die rheologische Kontrollfähigkeit des Systems.
Einerseits ist es die Struktur der leichten Ölphase und andererseits die Wahl des Emulgiersystems.
Viele Formeln verwenden ein hochformbares Emulgierungssystem, um den strukturellen Widerstand zu verringern, so dass das System den Film auf der Hautoberfläche schnell aufbricht und sich gleichmäßig verteilt, wodurch das Gefühl des Festsitzens verringert wird, das sich nur schwer entfernen lässt. Ein sehr wichtiger, aber oft übersehener Punkt ist hier die Kontinuität des Filmbildungsprozesses. Wenn es während des Ausbreitungsprozesses zu einem lokalen Strukturbruch des Systems kommt, entsteht ein Ziehen-Gefühl oder ein ungleichmäßiger Rückstand.
In einigen High-End-Systemen werden sogar flüchtige Silikonölsysteme verwendet, um die sofortige Trockenheit weiter zu verbessern. Beispielsweise können flüchtige Strukturen auf Silikonbasis wie Cyclopentasiloxan die Fettigkeit der Oberfläche in kurzer Zeit reduzieren und das Produkt näher an den Zustand bringen, in dem das Hautgefühl 0 ist.
IV. Der Schlüssel zu einem nicht-weißlich-dezentralen System
Viele Menschen führen die Aufhellung von Sonnenschutzmitteln direkt auf Zinkoxid oder Titandioxid zurück, aber tatsächlich ist es das Pulverdispersionssystem, das den visuellen Effekt wirklich bestimmt. Wenn die Dispersion nicht gut ist, weist das gleiche physikalische Sonnenschutzpulver einen signifikanten weißen Film auf. Wenn die Dispersion empfindlich genug ist, zeigt es einen nahezu transparenten Lichtstreuungseffekt.
Die Vorteile japanischer Sonnenschutzmittel in dieser Hinsicht liegen auf der Hand, der Kern liegt in zwei Fähigkeiten:
· Pulverbenetzungsfähigkeit
· Dispersionsstabilität
Wenn das Puder vollständig benetzt und gleichmäßig verteilt ist, wird seine Lichtstreuung auf der Haut sehr gleichmäßig und es kommt nicht zu einer lokalen Ansammlung. Aus diesem Grund sehen einige Produkte auch fast transparent aus, der tatsächliche Schutz ist jedoch immer noch sehr hoch.
Bei der Systemoptimierung ist eine stabile Struktur ebenso wichtig wie eine gleichmäßige Verteilung. Diese Art der Stabilität hängt manchmal vom gesamten Emulgierungsnetzwerk ab, nicht nur von einem bestimmten Rohstoff.
V.Sonnenschutz ähnelt immer mehr einer Lotion, das Wesentliche ist die Einführung einer Flüssigkristallstruktur
Japanischer Sonnenschutz ähnelt immer mehr Hautpflegelotionen, ja sogar Essenzen. Der Kern dieser Änderung ist die Einführung des Flüssigkristall-Emulgierungssystems.
Beispielsweise werden pflanzliche Flüssigkristallemulsionssysteme wie OILREE® MY918 nach und nach in vielen hochwertigen Sonnenschutzsystemen verwendet.
Ein wesentliches Merkmal davon ist, dass die Struktur näher an der Lipidschicht der Haut liegt als die herkömmliche emulgierte Struktur.
Dies wird mehrere direkte Erfahrungsänderungen mit sich bringen:
Weichere Verlängerung
Ein natürlicheres Feuchtigkeitsgefühl
Geringere Spannung
Stabilere aktive Tragfähigkeit
Vom Anwendungssinn her ähnelt es eher Hautpflegeschritten als funktionellen Beschichtungen.
Daher gibt es auch einen Trend:
Aus dem Sonnenschutz wird Essence Sun Screen oder Serum Sun Screen.
Mit anderen Worten: Sonnenschutz ist nicht mehr nur eine Schutzschicht, sondern Teil der Hautpflege.
Unter diesem System hat sich auch die Designidee des Öl-in-Wasser-Emulgators geändert. Dabei geht es nicht mehr nur um eine einfache Emulgierung, sondern es ist notwendig, strukturelle Weichheit und Langzeitstabilität zu berücksichtigen.
VI.Warum japanische Sonnencreme Schlamm kaum abreibt
Schlammabrieb ist für viele Verbraucher ein sehr heikles Thema, doch die Ursachen sind komplizierter als gedacht.
Viele Leute denken, dass Reibschlamm von Verdickungsmitteln herrührt, aber tatsächlich ist er oft auf drei Systemprobleme zurückzuführen:
· Teilweise Aggregation des Pulvers
·Ungleichmäßige Filmbildung
· Die emulgierte Struktur wird durch Reibung zerstört
Wenn das System instabil ist, bildet das Produkt eine mikroagglomerierte Struktur auf der Hautoberfläche, die durch Reibung aufgerollt wird und einen sogenannten Reibschlamm bildet.
Insbesondere bei Produkten mit hohem Lichtschutzfaktor ist es wahrscheinlicher, dass dieses Problem auftritt, wenn das Sonnenschutzpulver ungleichmäßig verteilt ist.
Die Lösung besteht in der Regel nicht darin, einfach die Viskosität zu reduzieren, sondern die Stabilität des Systems wiederherzustellen, sodass die Struktur unter äußeren Kräften kontinuierlich bleibt.
Wenn Sie die Logik des gesamten japanischen Systems zusammenfassen, handelt es sich tatsächlich nicht um einen einzelnen technischen Vorteil, sondern um eine Reihe von Systemtechniken.
Es löst vier Dinge gleichzeitig:
· Reduzieren Sie das wahrgenommene Gewicht
· Verbessern Sie die Streueffizienz
· Kontrollieren Sie die visuelle Transparenz
· Aufrechterhaltung der strukturellen Stabilität
Es gibt sogar bestimmte Konflikte zwischen diesen Zielen, wie zum Beispiel:
Wenn Sie immer dünner werden möchten, müssen Sie die Strukturfestigkeit verringern
Eine Verringerung der Festigkeit der Struktur beeinträchtigt jedoch die Stabilität des Schutzes.
Bei manchen Systemdesigns wird es durch die Synergie zwischen der Fettstruktur und dem Emulgiernetzwerk ausgeglichen, beispielsweise durch die Kombination leichter Esteröle mit einer stabilen Emulgierstruktur, um das System beim Ausbreiten weich und beim Stehen stabil zu machen.
Gleichzeitig werden häufig auch einige funktionelle Rohstoffe wie Natriumacryloyldimethyltaurat-Copolymer, ein hochstabiles Verdickungssystem, verwendet, um die gesamte rheologische Kontrollfähigkeit zu verbessern, sodass das Produkt ein Gleichgewicht zwischen Leichtigkeit und Stabilität findet.
Abschluss
Wenn Sie zur ursprünglichen Frage zurückkehren:
Warum gibt es in japanischen Sonnenschutzmitteln fast kein Existenzgefühl?
Die Antwort ist eigentlich ganz klar.
Denn es ging ihnen von Anfang an nicht um die Herstellung von Sonnenschutzmitteln, sondern um ein Hautpflegeerlebnis, das von der Haut angenommen wird.
Nach dieser Logik ist die höchste Bewertung von Sonnenschutzmitteln nicht mehr ein starker Schutz, sondern: Sie haben heute sogar vergessen, sie aufzutragen.
Und das ist die wahre Bedeutung von Unsichtbar.


